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Trustrank und Pagerank

Vor einiger Zeit fragte ich mal einen Kollegen: „ Was verstehst du eigentlich unter Trust und TrustRank?“ Die Antwort kam sehr zögerlich: „ Lass uns mal in Ruhe sprechen“. Aha… Die Sache lässt sich tatsächlich nicht in einem Satz erklären. TrustRank bedeutet ganz allgemein gesagt die Vertrauenswürdigkeit einer Seite bezogen auf ihre Inhalte. Der TrustRank ist auch nicht zu verwechseln mit dem PageRank. Der PageRank Algorithmus wird auf Basis der eingehenden Links berechnet und misst somit die Linkpopularität von Seiten. Die Messung des TrustRank erfolgt anders.

Die Einteilung, ob eine Seite einen hohen oder niedrigen TrustRank hat, übernimmt zunächst ein Mensch, Google bewertet also auch Seiten manuell. Von dieser Vorauswahl an Webseiten vererbt sich der TrustRank dann an verlinkte Seiten. Die Idee hinter dem Trust-Algorithmus: Webseiten mit hohem TrustRank, wie beispielsweise Wikipedia, verlinken meist auch auf „gute“ Webseiten, der TrustRank ist daher weniger manipulierbar als der PageRank.

Die entscheidende Frage ist also: Was ist eigentlich „gut“ und wie entsteht „Trust“? Folgende Faktoren liefern mögliche Antworten, wie Vertrauen bei Google entsteht. Sie fließen mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Bewertung einer Seite bei Google mit ein und formen den TrustRank.

Guter neuer Content

Es ist kein Geheimnis, dass Seiten mit interessanten Inhalten bessere Aussichten auf ein gutes Ranking haben als Webseiten, die nur Müll produzieren oder Inhalte kopieren. Gut heißt in diesem Sinne aber auch stetig. Wer Neues schreibt, und dies regelmäßig und qualitativ überzeugend, der erntet Vertrauen.

Aufbau der Seite

Trust kann aber auch durch Faktoren wie Webdesign, Bilder, Siegel oder der Existenz von Impressum oder AGB entstehen. Julian von Seokratie hat hier einen sehr hilfreichen Artikel über Trust bei Google geschrieben, der den Nagel auf den Kopf trifft. Es ist ein Unterschied, ob man 0815-Bilder veröffentlicht oder eigene Bilder. Eine richtige Unternehmensseite hat Impressum, AGB und Datenschutzerklärung. Und Trusted-Shops Badges kommen auf jeden Fall gut an.

Usersignale

Letztendlich entscheidet auch der Nutzer. Wird er durch nervige 404-Fehler vergrault oder verirrt sich auf den Seiten aufgrund einer wirren Infrastruktur, kehrt er der Website den Rücken. Fühlt sich der Besucher auf einer Website wohl, verweilt er dort gern und kommt wieder. Google kann die „Zufriedenheit“ der Nutzer messen und dafür gibt es entsprechend Pluspunkte.

Fazit

Die Liste der trustliefernden Faktoren ließe sich noch ausbauen. Neben dem TrustRank gibt es noch unzählige weitere Faktoren, die das Ranking einer Website beeinflussen können. Es ist wie im Leben - Vertrauen bekommt man nicht von heut auf morgen, es ist ein längerer Prozess – aber ein Weg, der sich lohnt!

Diane Giesecke

Diane GieseckeSEO-Beraterin

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