Das Porzellan­kabinett im Haus­manns­turm des Dresdner Residenz­schlosses

Buchcover »Zukunftsräume · Kandinsky, Mondrian, Lissitzky und die abstrakt-konstruktive Avantgarde in Dresden 1919 bis 1932«

Herausgeber: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Porzellansammlung, Anette Loesch
320 Seiten, 294 Abb., farbig und sw
30 × 24 cm, Festeinband
48 €

Wechselvolle Geschichte der Prunkstücke

Gut 200 Jahre war das Turmzimmer in der Festetage des Schlosses außer­gewöhnlicher Schauraum für die kurfürstlich-königliche Porzellansammlung. Neben Porzellan aus China und Japan präsentierte der Kurfürst und König August III. auf vergoldeten Konsolen vor rot lackierten Wänden seit etwa 1735 die besten Erzeugnisse seiner in Europa einzigartigen Meissener Manufaktur.
Mit kleineren Veränderungen sollte das barocke Kleinod bis 1943 bestehen bleiben. In diesem Jahr wurde zum Schutz vor Kriegseinwirkungen sämtliches Porzellan nach Schloss Schleinitz bei Meißen verbracht. Beim Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 brannte das Schloss fast vollständig aus; die 1943 ausgelagerten Porzellane ­wurden durch Plünderung und Zerstörung dezimiert.
Mit der Rekonstruktion des Porzellankabinetts können nun erhaltene Objekte, insbesondere die sensa­tionellen Elementvasen von Johann Joachim Kaendler und zwei ­Dragonervasen, wieder gezeigt werden. Zehn silberne Gueridons erinnern zudem an die voran­gegangene Nutzung des Raumes als Silberbuffet. Der überwiegende Teil der vergoldeten Wandkonsolen bleibt jedoch leer und verweist so auf die kriegsbedingten Verluste im Porzellan­bestand und die wechselvolle Geschichte des Turmzimmers.
Das Buch zeichnet die Geschichte dieses exklusiven Raumes von der Entstehung in den 1730er Jahren bis zur Zerstörung 1945 nach und stellt in einem umfangreichen Katalogteil die Verluste des 1941 dokumentierten Porzellan­bestands im Turmzimmer vor.

Die Königlichen Paraderäume Augusts des Starken und das Porzellankabinett im Residenzschloss Dresden

Mit der Eröffnung der Paraderäume können die Besucher*innen ab dem 28. September 2019 einem glanzvollen Höhepunkt in der Einrichtung des Dresdner Residenzschlosses beiwohnen: Vor 300 Jahren, anlässlich des einen ganzen Monat andauernden Hochzeitsfestes zu Ehren von Kurprinz Friedrich August und der Kaisertochter und Erzherzogin Maria Josepha waren die Räume im September 1719 durch August den Starken eröffnet worden.

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Meike Griese-Storck

Meike Griese-StorckMarketing Verlag

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