Spiele

Dresdener Kunstblätter · Heft 1/2021

»Mensch ärgere dich nicht«, »Gehe nicht über Los«, »Schachmatt«, »Guten Tag! Was hätten Sie denn gern? – Ein Päckchen Spee, bitte!« oder »Nichts geht mehr« – diese Phrasen erinnern uns allesamt an Spiele, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind und die fast jeder kennt. Da Spielen zum Menschsein gehört und Kunst mit dem Publikum, dem Inhalt, der Form und dem Material spielt, zählt es auch in unserem Museumsverbund zu einem der großen Themen. Sich einem übergeordneten Thema in den »Dresdener Kunstblättern« zu widmen, bietet immer wieder die Möglichkeit, den großen Reichtum der SKD aufzuzeigen – sogar spielen kann man hier in unterschiedlichen Varianten: Es finden sich Spielzeuge als Handwerksprodukte aus anderen Ländern und Kulturen neben solchen von sächsischen Volkskünstler*innen. Kunstobjekte erzählen viel über frühere Feste am Hof oder geben Auskunft über die weltweiten Spielarten. Immer wieder interessierten sich auch Künstler*innen für bestimmte Spiele beziehungsweise die erzieherisch genutzten Aspekte dahinter. Dazu gehört zum Beispiel das lehrreiche Spiel als wichtiger Teil der Bildungsideale der Aufklärung oder das Schach in der Klassischen Moderne.

Zugleich ist das Thema dieser Ausgabe nicht nur aus inhaltlichen, sondern auch aus gestalterischen Gründen gut gewählt ist – es wurde mit der Schrift, der Aufmachung und den Farben »gespielt« und herausgekommen ist eine neue Aufmachung für die Vierteljahresschrift der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Also, nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich ein auf ein kleines Spiel mit uns und unseren Objekten.

88 Seiten, 77 farbige Abb., 21×15 cm, Klappenbroschur
Einzelpreis 5 Euro oder im Jahresabo (4 Hefte) 18 Euro

Beiträge

  • Luisa Leuner, Kerstin Stöver
    »Am Spieltisch enthüllt sich die Seele eines Menschen bis in ihre tiefsten Winkel« · Ein Einblick in die japanische Welt des Spielens
  • Theresa Witting
    Der Trunk aus dem Rock · Jungfrauenpokale als frühneuzeitliche Trinkspiele
  • Marita Andó
    Vielfalt russischen Spielzeugs
  • Iris Yvonne Wagner
    Der Reiz des Glücksspiels · »Die Falschspieler« von Valentin de Boulogne
  • Maria Schetelich
    In Asien spielt man anders Schach 
  • Claudia Kryza-Gersch
    Ein lebensgefährliches Liebesspiel
  • Sabine Peinelt-Schmidt
    Auf der Kippe · Michel Victor Aciers spielende Kinderfiguren
  • Ulrike Weinhold
    Ein chinoiser Spielmarkenkasten im Grünen Gewölbe
  • Roland Enke
    Spiel und Spaß · Lernen um 1800
  • Christina Nehrkorn-Stege, Karsten Jahnke
    Historischen Spielzeugmuster-büchern auf der Spur
  • Lars Rebehn
    Spiel mit Worten – Spiel mit Puppen · Dr. Pauls Kaspertheater als Pionier des künstlerischen Handpuppenspiels
  • Sylvia Lemke, Silke Wagler
    Spiel-Objekte im öffentlichen Raum · Ein Spielbrunnen von Heidemarie Dreßel
  • Przemysław Strożek
    Die Avantgarde spielt Schach · Marcel Duchamp – Hans Richter – Barry Flanagan
  • Jane Boddy
    Möglichkeit und Spiel · »Demos« von Andreas Angelidakis
  • Karsten Jahnke
    Krieg spielen · Darf man das?
  • Silke Wagler
    Spiel als wissenschaftliche Methode · Grit Ruhlands »Zufallsgestützte Landschaftsbeobachtung«

Einblicke

  • Numismatische Vortragsreihe
  • Buchneuerscheinung
  • Neu erworben: ein Bildpaar Klengels?
  • Neue »Spielstätte« für den »Lernort Albertinum«
  • Drei Fragen an Igor Jenzen, Direktor des Museums für 
Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung, 
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
  • Buchneuerscheinung · Zur Einrichtung von Gemäldegalerien
Christine Jäger-Ulbricht

Christine Jäger-UlbrichtGeschäftsführung,
Verlagsleitung