Johannes Grützke

»Kunst ist nicht modern, sondern immer!«

Buchcover »Johannes Grützke«

Johannes Grützke (1937–2017) setzte eine eigenständige stilistische Positionierung gegen den Zeitgeist – gegenständlich, mit Ironie und einem bisweilen satirischen Realismus näherte er sich den von ihm dargestellten Personen und Szenen.

Herausgeber: Ingrid Mössinger; Anja Richter; Stephan Dahme; Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser
216 Seiten, 205 farbige Abb., 30 × 24 cm
28 Euro

»Schule der Neuen Prächtigkeit«

Als Mitbegründer der »Schule der neuen Prächtigkeit« war Johannes Grützke deren bekanntester Maler. Die von ihm dargestellten Personen und die Szenen, in die er sie stellte, wirken ironisch überzeichnet. Er idealisiert seine Modelle nicht, sondern nähert sich durch Verzerrung deren Charakteristik und Physiognomie. Seine Bilder gelten als ironische Reflexionen historischer, mythologischer und religiöser Stoffe.

Mit seinem drastischen Realismus voller Ironie und Zuspitzung stand er im Widerspruch zur abstrakten Moderne, die seit den frühen 1950er-Jahren die Kunst in der Bundesrepublik Deutschland dominierte.

Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke
Porträt Johannes Grützke

Ausstellung bis zum 14. Januar 2018

Der langen Freund­schaft und Zusammen­arbeit des Künstlers mit dem Gale­risten und Sammler Dr. Alfred Gunzen­hauser verdankt das Chemnitzer Museum heute einen Bestand von fast 200 Werken aus allen Jahr­zehnten seines Schaffens.

Die Ausstellung im Museum Gunzenhauser in Chemnitz widmet mit dieser Ausstellung dem zeitgenössischen Künstler eine große monografische Schau. Sie zeigt etwa 150 Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Plakate und plastische Arbeiten. Der eigene Bestand des Museums mit Hauptwerken wie »Die Erziehung Alexanders« (1978) und »Faunsbesuch« (1982) ist durch ausgewählte Leihgaben aus Museen und Privatsammlungen ergänzt.

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Meike Griese-Storck

Meike Griese-StorckMarketing Verlag