Tiepolo

Buchcover »Zukunftsräume · Kandinsky, Mondrian, Lissitzky und die abstrakt-konstruktive Avantgarde in Dresden 1919 bis 1932«

Der beste Maler Venedigs

Herausgeber: Staatsgalerie Stuttgart; Annette Hojer
240 Seiten, 210 farbige Abb.
30,5 × 23,5 cm, Festeinband
38 €

Spielräume der Fantasie

»Der beste Maler Venedigs« – so wurde Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770) von seinen Zeit­genossen gefeiert. In Venedig geboren, stieg er zu einem der bedeutendsten Künstler des 18. Jahr­hunderts auf, der in Italien ebenso begehrt war wie in Würzburg und Madrid. Elegante Gemälde aus Mythologie und Geschichte, drama­tische religiöse Werke, aber auch virtuose Zeich­nungen und Radie­rungen prägen das Œuvre des Meisters. Der Band beleuchtet Tiepolos euro­päische Karriere und zeigt, wie er sich mit pracht­vollen Insze­nie­rungen in die Tradition der venezia­nischen Malerei stellte. Zugleich unter­lief er die Kunst­vorstel­lungen seiner Zeit mit Witz und Ironie. Verfremdungen und Mehr­deutig­keiten tragen auch heute noch zur Irritation des Betrachters bei. An der Zeiten­wende zur Aufklärung inspi­rierten Tiepolos Werke Francisco de Goya und weisen damit auf die Moderne voraus.

Staatsgalerie Stuttgart

Im Dialog mit Tiepolo zeigt die Ausstellung vier Arbeiten des zeitgenössischen Künstlers Christoph Brech. Er stellt den Werken Tiepolos eine Auswahl seiner multimedialen Arbeiten gegenüber und reagiert dabei auf zentrale Charakteristika wie ungewohnte Perspektiven, Verzerrungen, Licht- und Farbeffekte. Seine bildhaften Inszenierungen werfen die Frage nach dem Verhältnis von Bild und Betrachter auf, die bereits Tiepolo in seinem Werk stellte und die im digitalen Zeitalter von höchster Aktualität sind.

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Meike Griese-Storck

Meike Griese-StorckMarketing Verlag