Sandstein Neue Medien ist Teilnehmer beim Projekt »Smarte Werkbank«

Forschungsprojekt »Smarte Werkbank« – Grafisches Assistenzsystem für produktionsbedingte Systeme

Forschungsprojekt „Smarte Werkbank“

Innovationen produktionstechnischer Verfahren erfordern zunehmend, dass verschiedene Disziplinen zusammenarbeiten, um Herausforderungen wie steigender Komplexität und sinkender Entwicklungszeit gerecht zu werden. Diesem Problem hat sich das Forschungsprojekt „Smarte Werkbank“ gewidmet. Das Ziel: die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Entwicklung produktionstechnischer Systeme fördern, indem diese in ein grafisches Assistenzsystem integriert werden.

Dabei verfolgt das Projektteam einen ganzheitlichen Ansatz, der technische, personelle und wirtschaftliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.

Am Beispiel einer Verpackungsmaschine haben 12 Akteure aus Forschung und Industrie – darunter wir als Digitalagentur – in vier Jahren Projektlaufzeit ein grafisches Assistenzsystem entwickelt und erprobt, dass diese Anforderungen erfüllt. Als langfristiges Ziel soll das Assistenzsystem als branchenunabhängiges Modell für die Kommunikation in komplexen Projekten dienen. Im Teilprojekt unter dem Arbeitstitel „smarty“ haben wir in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung ein innovatives und wissensbasiertes Assistenzsystem für die Konzeptionierung von Verarbeitungsmaschinen erarbeitet.

Komplexes Interaktionskonzept

Wir lieben Herausforderungen und als Digitalagentur durften wir in diesem Projekt unsere vielfältige Erfahrung in den Bereichen Informationsarchitektur und Usability einbringen, um die Anforderungen dieser hochkomplexen Softwarelösung umzusetzen und zu realisieren. Die Basis lieferte die Diplomarbeit von Paul Weber vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV), in der er ein Grundkonzept für das Assistenzsystem entwickelte. Dieses haben wir grundlegend überarbeitet und erweitert, bis wir ein den hohen Qualitätsansprüchen gerecht werdendes Inhaltskonzept und Interaktionsdesign das Ergebnis nennen konnten.

Die Entwicklung erfolgte über 2 Jahre stets in enger Zusammenarbeit mit dem IVV in Form von regelmäßigen Treffen und Workshops zur Gestaltung der interdisziplinären Arbeit. Vom Erstellen von Userflows über Wireframes bis zu Klickdummys entstand letztlich ein Prototyp, der auf seine Weiterentwicklung und praktischen Einsatz wartet.

Parallele Koordinaten

Wie können komplexe Datenmengen optisch ansprechend und verständlich visualisiert werden? Anni Seifert hat in ihrer Bachelorarbeit, die sie bei Sandstein Neue Medien im Rahmen dieses Projekts geschrieben hat, Methoden zur Datenvisualisierung analysiert und angewendet und einen Oberflächenprototyp für eine Wissensdatenbank für innermaschinelle Verfahren umgesetzt.

Ziel der Arbeit war es, die Menge komplexer Datensätze, die sich durch Nutzereingaben zu einer Ergebnismenge filtern lassen, leicht verständlich abzubilden, um damit den Entscheidungsprozess zu unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit unserer Projektleitung hat sie die Erkenntnisse konkret auf das Projekt „Smarte Werkbank“ angewendet und damit wertvolle Unterstützung für die Erarbeitung unseres Interaktionskonzepts geleistet.

Screenshot: links Auswahl von Elementen, rechts grafische Ansicht zur Visualisierung mit Flächen und Linien
Das Projekt »Smarte Werkbank« wird gefördert durch ESF und SMWA.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Neben der engen Zusammenarbeit mit dem IVV sind an dem Großprojekt noch zehn weitere Partner aus Industrie und Forschung beteiligt, darunter fünf verschiedene Institute und Lehrstühle der TU Dresden sowie Hydrive Engineering GmbH, FAD Fertigungs- und Automatisierungstechnik GmbH, Symate GmbH, Neongrau OHG und Facilityport GmbH.

Susanne Aurin

Susanne AurinLeitung Grafikdesign